Bebauung der Kirschgärten – Wird wieder gegen das Ramtel entschieden? (24. 7. 2010)

Erstellt am: 25.07.2010 | Von: Martina Weise | Kategorie(n): Kommunalpolitik

Zuerst wird uns ein dringend benötigtes Naherholungsgebiet durch den Verkauf der Kirschgärten am altem Golfplatz drastisch verkleinert.
Um dieses Gebiet gewinnträchtig auszunutzen, wurde ein Architektenwettbewerb durchgeführt. Eine annehmbare Lösung wurde den Bürgern im Ramtel vorgestellt. Kaum hatten wir uns Wohl oder Übel mit dieser Bebauung abgefunden, tauchte ein Investor mit eigenen Bebauungsvorschlägen auf. Der größte Teil der Gemeinderäte stimmte diesen neuen Plänen auf Anhieb zu. 42-Wohneinheiten in glasummantelten Wohnkolossen sollten die Kirschgärten zieren. Gott sei Dank gab es kaum Wohnungsinteressenten, so dass diese  Bebauung nicht durchgeführt werden konnte.
Jetzt erfahren wir durch einen Artikel in der LKZ, dass einem neuen Investor zu Liebe über  eine neue  Nachverdichtung auf 70 bis 80 Wohneinheiten nachgedacht wird. Bis jetzt hieß es immer, der Bebauungsplan bleibt bestehen, egal welcher Investor sich für das Grundstück interessiert.  Eine Nachverdichtung würde  dieser Aussage widersprechen und somit die Glaubwürdigkeit  der verantwortlichen Entscheidungsträger sowohl im Gemeinderat wie auch in der Stadtverwaltung massiv erschüttern.
Das Ramtel ist bereits zu dicht bebaut. Die daraus entstandene Lärmbelästigung hat die Grenze der Verträglichkeit mehr als erreicht. Eine weitere verdichtete Bebauung würde die Lebensqualität im Ramtel gewaltig senken.
Die Bürgergemeinschaft Leonberg- Ramtel e. V. fordert Herrn Oberbürgermeister Schuler, Frau Baubürgermeisterin Horn und alle anderen verantwortlichen Entscheidungsträger auf, einer Nachverdichtung nicht zu zustimmen.