Sparversuche in Leonberg (16.03.2010 )

Jede Privatperson, die einen Schuldenberg vor sich herschiebt, ist normalerweise bedacht, ihn so schnell wie möglich abzubauen. Das heißt in den meisten Fällen, sie sparen überall da, wo es irgendwie möglich ist. Das gleiche Verhalten sollte auch von einer Stadtver-verwaltung gefordert werden. Doch anstatt das Bestreben des Gemeinderates und der Stadtverwaltung Kosten zu reduzieren zu fördern, wird es von allen Seiten kritisiert, jedenfalls dann, wenn die Sparmaßnahmen die eigenen Interessen oder Bequemlichkeiten betreffen. Für Viele scheint noch immer diese Devise zu gelten: Ich will alles und das möglichst zum Nulltarif. Wie hoch soll der städtische Schuldenberg noch wachsen? Wenn jetzt nicht gespart werden ”darf”, wann dann? Natürlich ist es nicht schön, wenn Einrichtungen wie Jugendhäuser auf der Streichlisten stehen könnten. Bis jetzt (16. 3. 2010) ist ihre Schließung noch nicht vom Gemeinderat abgesegnet worden. Aber wie wäre es, wenn statt Gejammere Taten folgen. Zum Beispiel könnten sich die mittelständischen Unternehmen, die zum Teil auch im Gemeinderat vertreten sind, an den Unkosten der Jugendhäuser und Kinderbetreuungseinrichtungen mit einer großzügigen Spende beteiligen. Das gleiche gilt natürlich auch für die gut situierte Leonberger Bürgerschaft, die es zweifellos gibt. Statt Dauerkritik aktive Mithilfe, das wäre einmal etwas Anderes.

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