Neugierig auf den Häussler Entwurf für das Wüstenrot-Areal besuchte ich die Palnungsausschussszung am 16. 7. 209. Statt Frau Horn eröffnete Herr Schuler die Sitzung des Planungsausschusses. Er referierte über die neue, von dem Investor Häussler geplante Bebauung auf dem „Wüstenrot-Areal“. Die Firma Häussler hatte einen Architektenwettbewerb veranstaltet und sich für einen Entwurf entschieden, der sehr nahe an den Siegerentwurf des Architektenwettbewerbs der Stadt Leonberg für die neu geplante Stadtmitte `rankommt. Ein Architekt des „Gewinnerbüros“ stellte den Bebauungsentwurf vor. Alle anwesenden Gemeinderäte fanden lobende Worte für diesen Entwurf . Sie bewunderten die „Durchlässigkeit“, die geplante Grüngestaltung und die Anordnung der Gebäude. Nur eine Kleinigkeit machte doch einigen Herrschaften vom Planungsschuss Kopfzerbrechen: Die 12.000m² Einzelhandelsfläche. Braucht die Stadt wirklich diese immense Anhäufung von Geschäften? Man machte sich zwar Sorgen über die Zukunft des Leo-Centers, aber wie der Einzelhandel auf dem Marktplatz diese massive „Konkurrenz“ verträgt, interessierte keinen. Der zaghafte Versuch, die Notwendigkeit dieser von Häussler geplante Ansammlung von Einzelhandelsgeschäften zu hinterfragen, wurde von einem Anwesenden Geschäftsleiter schroff abgewiegelt. Wenn Leonberg diese entstehende „Stadtlandschaft“ nicht möchte, werde Häussler Leonberg den Rücken kehren. Sofort befleißigten sich Herr Grupp und andere Gemeinderäte zu versichern, dass sie natürlich begeistert von dieser Häussler-Planung seien und es nötig sei, die Einzelhandelsplanung, die die Stadtverwaltung mit Hilfe von Gutachten, die natürlich nicht wenig Steuergelder verschlungen hatten, erstellt hatte, noch einmal zu überprüfen. Wieder einmal ist die Stadtverwaltung und ein großer Teil des Gemeinderates Wachs in den Händen eines Investors.
Erstaunlicherweise gab es noch andere Themen auf der Tagesordnung: Der Bau eines großen Spielplatzes an der alten Autobahntrasse, in Richtung Blosenberg. Ein Architekt aus Nürtingen stellte einen großzügigen, sehr ansprechenden Entwurf vor. Er möchte das Spielplatzareal in mehrere Zonen teilen: ein Kleinkinderspielplatz , eine Abenteuer- und Kletterzone und einen Platz für ältere Kinder oder Jugendliche ,der auch gleichzeitig als “grünes Klassenzimmer“ verwendet werden kann. Alle Gemeinderäte fanden den Entwurf ansprechend, zweifelten nur ,ob die hier entstehenden Kosten zu vertreten seien. Nur Herr Schaal fauchte plötzlich den Architekten an und erklärte er würde ihn sofort wieder wegschicken, da solche Aufträge nur an Leonberger Architekten vergeben werden sollten. Mit seinem flegelhaften Verhalten vergiftete er die Atmosphäre. Herr Fürst versuchte die Situation zu retten, in dem er sich für den Architekten einsetzte. Doch er fand, dass Kinder und Jugendliche sich nicht zusammen auf einem Areal befinden dürften. Das gehe nicht gut. Und wieder wurde in und her diskutiert, ob dieser Spielplatz so groß sein müsste, ob man soviel Geld ausgeben sollte und so weiter und so weiter .
Nach diesen abwechslungsreichen Debatten verließ ich die Sitzung.



