Um 20.00 Uhr fand in der Aula der Albert-Schweizer-Gymnasiums die Jubiläumsfeier der Bürgergemeinschaft Neues Stadtzentrum e. V. Statt. Herr Wilhelm, der erste Vorsitzende der Bürgergemeinschaft, fasste in ein paar Worten die zehn-jährige Geschichte dieses Vereins zusammen: Gegründet wurde die Bürgergemeinschaft Neues Stadtzentrum e. V. 1998. Davor war sie eine Bürgerinitiative, die sich vor allem mit der Verkehrsbelastung am Neuköllner Platz beschäftigte. Ihr Ziel war es, eine Verkehrsentlastung zu bewirken. Ihre Arbeit wurde von der Stadtverwaltung und der kommunalen Politik nicht nur wahr sondern auch ernst genommen. Sie hatten es geschafft, dass die Stadtmitte als “Wohnquartier“ zur Kenntnis genommen wurde und die dort lebenden Menschen in die stadtpolitischen Entscheidungen miteinbezogen wurden. Auch heute versucht sie Einfluss auf die Gestaltung der Stadtmitte zu nehmen und arbeitet an Vorschlägen für eine Verkehrsentlastung der Stadtmitte aus.
Anschließend hielt Frau Baubürgermeisterin Horn einen Vortrag über die Umgestaltung des Stadtteils zwischen Leo-Center und der Altstadt. Sie meint, dass die gesamte Umgestaltung in zwanzig bis fünfundzwanzig Jahre dauern kann.
Der Neuköllner Platz ist die geologische Mitte Leonbergs. Die jetzigen verbreiterten Fußgängerwege um das Leo-Center und auf der gegenüberliegende Seite werden zukünftig sowohl von Fußgängern wie auch von Fahrradfahrern benutzt werden können. In der Eltinger Straße, Richtung Altstadt, wird es getrennte Verkehrswege für Fahrradfahrer und Fußgänger geben.
Eine Flanierzone, die sich vom Leo-Center in Richtung Altstadt ersteckt, soll den Bürger zum Verweilen oder Bummeln einladen. Der Hauptinvestor, die Häussler-Gruppe, die das Wüstenrot-Areal gekauft hat, will zusammen mit der Stadtverwaltung eine „vernünftige“ Bebauung planen. Ein Bebauungsplan liegt zwar vor, aber ob er nicht zugunsten der Wünsche des Investors geändert wird, ist nicht sicher. Mit den Eigentümern kleinerer Grundstücke wird auch verhandelt. Sie sollen nach Möglichkeit ihre Grundstücke gemäß der Wünsche der Stadtverwaltung gestalten.
Wie immer hat Frau Horn Ihren Vortrag mit sehr viel Esprit und Sachverstand vorgetragen. Es war nur schade, dass so wenig Gäste gekommen waren. Ich wünsche der Bürgergemeinschaft Neues Stadtzentrum e. V. für Ihre Arbeit weiterhin viel Erfolg.
In der Leonberger Kreiszeitung konnte man vor ein paar Tagen einen Artikel über die „Kirschgärten am alten Golfplatz“ lesen. Das mangelnde Interesse an Luxuswohnungen, die in mit Glas ummantelten Wohnkomplexen eingebettet sind, könnte darauf hinweisen, dass entweder der von der ING Real Estate beauftragte Architekt nicht den Geschmack „gut betuchter“ Bürger getroffen hat oder dass ganz einfach kein Bedarf für solche Wohnungen vorhanden ist.
Für dieses bis jetzt erfolglose Projekt wurde ein Teil des Naherholungsgebietes massiv beschädigt. Statt auf die alten Kirschbäume schaut man auf eine jetzt noch verschneite, ungepflegte Grünfläche. Im Frühjahr werden sich die dort erholungssuchenden Spaziergänger nicht mehr an der herrlichen Kirschblüte erfreuen können. Ihnen wird vor Augen geführt, welche Auswirkung diese Art von städtischer Finanzplanung hat. Um eine schwierige Finanzsituation zu lindern, wurde eines der schönsten städtischen Grundstücke veräußert. Meiner Meinung nach ist dieses Ziel nicht erreicht. Leonberg schiebt immer noch einen beachtlichen Schuldenberg vor sich her. Auch habe ich das unangenehme Gefühl, dass wir im Gemeinderat Stadpolitiker sitzen haben, die nichts aus dieser Situation gelernt haben. Sie würden sogar einer zusätzlichen Neuverschuldung zustimmen, wenn mit diesem Geld der Stadtumbau beschleunigt werden würde.
Das Areal „ Kirschgärten am alten Golfplatz“ wurde laut Aussage der städtischen Pressesprecherin auf Anordnung der Stadtverwaltung letztes Jahr gerodet. So hat sie sich sicher ungewollt ein Mahnmal für eine unverständliche Politik geschaffen.
Dieses Jahr sind Wahlen. Wie wäre es, wenn die Gemeinderäte statt nicht zu bezahlender „Wahlgeschenke“ (eventuelle Zuschüsse für Vereine) dem Bürger das Gefühl geben, ernst genommen zu werden und nicht nur als ohnmächtiges Stimmvieh betrachtet zu werden?
Ich danke meinen Lesern für Ihre häufigen Besuche auf dem Leo Blog. Auch dieses Jahr werde ich Sie regelmäßig über Neuigkeiten aus Leonberg und Umgebung informieren
Seit ein paar Stunden befinden wir uns bereits im Wahljahr 2009. Behalten wir unseren Oberbürgermeister Bernd Schuler oder müssen wir uns an einen neuen OB gewöhnen? Wie sieht die Zusammensetzung des Gemeinderates aus? Mit welchen Wahlversprechungen werden uns die Gemeinderäte unsere Stimmen „entlocken“? Nur eines ist gewiß: Es wird ein spannendes Jahr.
Hier auf dem Leo Blog finden Sie wieder Neuigkeiten, die Sie nicht in der Zeitung lesen werden.Ich wünsche Ihnen ein gutes Neues Jahr.